Querlüftung ist eine der einfachsten Möglichkeiten, warme und verbrauchte Luft schnell aus der Wohnung zu bekommen. Du benötigst weder eine Klimaanlage noch elektrische Lüftungsgeräte: Geöffnete Fenster und ein geeigneter Luftweg reichen aus.
Besonders im Sommer kann richtiges Querlüften die Wohnung spürbar abkühlen. Entscheidend ist allerdings, die Fenster zum richtigen Zeitpunkt und an den richtigen Stellen zu öffnen.
Bei der Querlüftung werden mindestens zwei gegenüberliegende Fenster oder Außentüren vollständig geöffnet. Dadurch strömt Luft auf einer Gebäudeseite hinein und auf der anderen Seite wieder hinaus.
Der entstehende Durchzug transportiert:
deutlich schneller nach draußen als ein einzelnes gekipptes Fenster.
Die Luft durchquert dabei möglichst große Teile der Wohnung. Daher stammt der Begriff Querlüftung.
Luft bewegt sich aufgrund von Druck- und Temperaturunterschieden. Trifft Wind auf eine Gebäudeseite, entsteht dort ein höherer Luftdruck. Auf der windabgewandten Seite herrscht meist ein geringerer Druck.
Werden auf beiden Seiten Fenster geöffnet, strömt Luft durch die Wohnung. Schon ein leichter Wind kann einen kräftigen Luftaustausch erzeugen.
Zusätzlich steigt warme Luft nach oben. Gibt es Fenster auf unterschiedlichen Höhen, lässt sich auch dieser natürliche Auftrieb nutzen.
Öffne zunächst die Fenster auf zwei möglichst gegenüberliegenden Seiten der Wohnung vollständig. Anschließend öffnest du die Innentüren, damit die Luft ungehindert durch mehrere Räume strömen kann.
Am besten funktioniert Querlüftung bei:
Stehen Türen im Luftweg, sollten sie gegen Zuschlagen gesichert werden. Auch Fensterflügel können bei starkem Durchzug plötzlich zufallen.
Während heißer Sommertage sollte nur gelüftet werden, wenn die Außenluft kühler ist als die Luft in der Wohnung.
Die besten Zeitfenster sind meistens:
Tagsüber bleiben Fenster und Sonnenschutz dagegen geschlossen. Wer während der Mittagshitze querlüftet, tauscht die kühlere Raumluft gegen warme Außenluft aus.
Ein Thermometer für innen und außen hilft dabei, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen.
Bei leichtem Wetter reichen häufig wenige Minuten, um die Raumluft vollständig auszutauschen. Im Sommer geht es jedoch nicht nur um frische Luft, sondern auch um die Abkühlung der Wohnung.
Kurzes Querlüften ersetzt zwar schnell die warme Luft. Aufgeheizte Wände, Böden und Möbel speichern jedoch weiterhin Wärme. Sie erwärmen die frische Luft anschließend erneut.
Während einer Hitzeperiode sollte deshalb möglichst lange gelüftet werden, solange es draußen kühler ist. Bei sicheren Fenstern und geeignetem Wetter kann die Querlüftung nachts mehrere Stunden aufrechterhalten werden.
Gekippte Fenster sorgen nur für einen begrenzten Luftaustausch. Die Öffnung ist klein und der Luftstrom entsprechend schwach.
Bei vollständig geöffneten Fenstern wird in kurzer Zeit wesentlich mehr Luft bewegt. Das macht die Querlüftung effizienter und verkürzt die notwendige Lüftungsdauer.
Ein gekipptes Fenster kann nachts dennoch sinnvoll sein, wenn ein vollständiges Öffnen aus Sicherheits- oder Lärmgründen nicht möglich ist. Für eine schnelle Abkühlung ist es aber deutlich weniger wirksam.
Auch in Wohnungen mit Fenstern auf nur einer Gebäudeseite ist ein Luftaustausch möglich. Dieser wird als einseitige Lüftung bezeichnet und arbeitet langsamer als echte Querlüftung.
Du kannst den Effekt verbessern, indem du:
Ein innenliegender Raum ohne Fenster lässt sich besser lüften, wenn seine Tür geöffnet und der Luftweg zum nächsten Fenster freigehalten wird.
In Häusern und Maisonettewohnungen kann warme Luft über ein hoch gelegenes Fenster entweichen. Gleichzeitig strömt kühlere Luft durch ein Fenster im unteren Bereich nach.
Dieser sogenannte Kamineffekt eignet sich besonders für:
Je größer der Höhenunterschied zwischen Zu- und Abluftöffnung ist, desto stärker kann der natürliche Auftrieb ausfallen.
Ist es draußen wärmer als drinnen, bringt Querlüftung zusätzliche Hitze in die Wohnung.
Geschlossene Türen unterbrechen den Luftweg. Dadurch werden nur einzelne Räume gelüftet.
Kleine Öffnungen begrenzen den Luftstrom und verringern die Kühlwirkung.
Starker Durchzug kann Türen zuschlagen lassen und Fenster beschädigen. Besonders bei Kindern und Haustieren ist Vorsicht erforderlich.
Die nächtlich gewonnene Kühle bleibt nur erhalten, wenn Fenster, Rollläden und Jalousien am nächsten Morgen rechtzeitig geschlossen werden.
Ja. Selbst ohne deutlich spürbaren Wind bestehen häufig kleine Druck- und Temperaturunterschiede, die für einen Luftaustausch sorgen.
Der Effekt fällt bei Windstille allerdings schwächer aus. Fenster auf unterschiedlichen Höhen können dann helfen, den thermischen Auftrieb zu nutzen.
Bleibt die Luft vollständig stehen, kann ein Ventilator den Austausch unterstützen. Für die grundsätzliche Querlüftung ist Technik jedoch nicht erforderlich.
Fenster sollten nachts nur geöffnet bleiben, wenn dies sicher möglich ist. Besonders leicht erreichbare Erdgeschossfenster können ein Einbruchsrisiko darstellen.
Berücksichtige außerdem:
Kann die Wohnung nicht unbeaufsichtigt gelüftet werden, ist intensives Querlüften vor dem Schlafengehen und am frühen Morgen eine gute Alternative.
Querlüftung ist schnell, kostenlos und benötigt keinen Strom. Durch vollständig geöffnete Fenster auf unterschiedlichen Gebäudeseiten entsteht ein Luftstrom, der warme Raumluft effektiv nach draußen transportiert.
Für die maximale Kühlwirkung gilt:
Erst lüften, wenn es draußen kühler ist, den Luftweg durch die Wohnung vollständig öffnen und am Morgen Fenster sowie Sonnenschutz rechtzeitig schließen.
Richtig angewendet ist Querlüftung eine der wirkungsvollsten Methoden, um eine Wohnung ohne Klimaanlage abzukühlen.
Bei der Querlüftung werden gegenüberliegende Fenster oder Außentüren geöffnet. Die Luft strömt dadurch quer durch die Wohnung und wird schnell ausgetauscht.
Für den reinen Luftaustausch genügen häufig wenige Minuten. Zur sommerlichen Abkühlung sollte länger gelüftet werden, solange die Außenluft kühler ist als die Raumluft.
Die Türen zwischen den geöffneten Fenstern sollten offen sein. Nur so entsteht ein durchgängiger Luftweg durch die Wohnung.
Bei leichtem Regen kann das je nach Fensterposition möglich sein. Bei Wind, Schlagregen oder ungeschützten Dachfenstern sollten die Fenster geschlossen werden.
Ja. Vollständig geöffnete, gegenüberliegende Fenster sorgen für einen wesentlich schnelleren und stärkeren Luftaustausch als einzelne Kippfenster.